Handball-Landesliga: Mainburg will missglückten Saisonstart wiedergutmachen

Auswärtsspiel in Cham richtungsweisend

Den Start in die neue Landesliga-Saison hatte man sich in Mainburg etwas anders vorgestellt: Beim ersten Auswärtsspiel in Würzburg hagelte es für die Truppe um Abwehrchef Lukas Schmargendorf eine bittere 33:17 Niederlage. Die selbsternannten „Hätzfelder Bullen“ hatten bereits vor der Saison als klares Ziel den Aufstieg in die Bayernliga  ausgegeben – und dementsprechend personell aufgerüstet. Ein Sponsoring-Etat im angeblich sechsstelligen Bereich, Spieler aus internationalen Erstligavereinen und ein ehemaliger Nationalspieler als Trainer traten an gegen die schwerst vom Verletzungspech geplagten Mannen aus Mainburg. David gegen Goliath, so hätte man diese Spielkonstellation beschreiben können. Den Rest zu dieser unglücklichen Gesamtsituation steuerte eine erheblich verspätete Anreise – fünf Minuten vor Spielbeginn waren die Spieler an der Halle – bei. Damit wäre die doch mehr als deutliche Pleite auf Seiten der Mainburger an diesem gebrauchten Tag zu erklären. Wäre da nicht die Tatsache, dass man eine Woche vorher noch gegen die Bayernliga-Mannschaft der TG Landshut mit demselben Team ein wahres Feuerwerk in der ersten Halbzeit abfeuern konnte:

„Die Einstellung hat nicht gepasst, weder im Angriff, noch in der Abwehr. Wir haben hinten jeden Zweikampf verloren und vorne absolut nicht ins Spiel gefunden. Ich hoffe, dass die Jungs gegen Cham zu den alten Stärken zurückfinden.“, analysiert Chefcoach Hadzidulbic und will damit andeuten, dass, selbst gegen den vermeintlichen Über-Gegner aus Würzburg, deutlich mehr drin gewesen wäre.

In Mainburg hofft man, dass, wie in der vergangenen Spielzeit, eine deutliche Klatsche im ersten Saisonspiel ein kleiner Wachmacher für den weiteren Saisonverlauf sein wird und freut sich auf das heutige Spiel. Bis auf die bekannten Langzeitverletzten und den privat verhinderten Torhüter, Hannes Möser, ist der Kader wieder komplett. Lukas Schmargendorf und Boris Covic, die beide mit erheblichen Blessuren aus Würzburg zurückkehrten, konnten sich auskurieren und sind einsatzfähig. Leider muss Mainburg dafür auf Chefcoach Hadzidulbic, der aus beruflichen Gründen die ganze Woche nicht zur Verfügung steht, verzichten. Die Fäden am heutigen Spieltag zieht der immer noch nicht einsatzfähige Kapitän Marius May. Er hat sich zusammen mit den Leistungsträgern der Ersten schon einen Schlachtplan für die Chamer zurechtgelegt und ist guter Dinge, dass heute zählbares für die Mainburger drin ist. „Wir müssen zu unseren alten Stärken zurückfinden, nämlich einer soliden Abwehr als Grundlage für ein schnelles Angriffsspiel. Wenn wir das in den Griff bekommen, nehmen wir die Punkte mit nach Hause.“, so der Interimstrainer. Die hitzige Stimmung in der Halle des Oberpfälzer Landesligisten soll den Hallertauern den Antrieb geben, der letzte Woche noch gefehlt hat.

Wie zu jedem Auswärtsspiel, fährt auch zum Spiel nach Cham ein Fanbus. Abfahrt ist um 16:30 an der Hallertauer Mittelschulturnhalle.