TSV Mainburg unterliegt SpVgg Altenerding

TSV Mainburg – SpVgg Altenerding 11:23 (8:11)

Der TSV Mainburg musste am Sonntag eine weitere deutliche Niederlage einstecken und unterlag der SpVgg Altenerding mit 11:23. Schon vor dem Anpfiff war klar, dass die Aufgabe schwer werden würde: Mit Maxi Altmann, Moritz Brücklmeier, Leon Höfter und Michael Piele fehlten gleich vier wichtige Spieler. Abteilungsleiter Marius May schnürte dankenswerterweise in dieser personellen Notlage noch einmal die Handballschuhe und unterstützte die Mannschaft auf dem Feld.

Trotz der angespannten Personalsituation erwischte Mainburg einen starken Start. Gegen den noch verlustpunktfreien Tabellenführer aus Altenerding zog der TSV schnell mit 3:0 davon. Die Abwehr präsentierte sich deutlich verbessert, kam früh in die Zweikämpfe und ließ die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Unter den rund 150 Zuschauern, darunter viele Hallertauer Fans, keimte erstmals seit Wochen wieder spürbare Hoffnung auf eine stabile und beherzte Vorstellung.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Mainburg stand defensiv kompakt, erspielte sich im Angriff zahlreiche hochkarätige Chancen – ließ diese jedoch zu häufig ungenutzt. Die altbekannte Abschlussschwäche machte dem Team um Kapitän Hannes Möser erneut einen Strich durch die Rechnung. Mehrere freie Würfe am Kreis sowie drei Lattentreffer verhinderten eine mögliche Pausenführung. Statt mit drei oder vier Toren vorne zu liegen, ging der TSV mit einem unnötigen 8:11-Rückstand in die Kabine.

Was sich dann in den zweiten 30 Minuten abspielte, war aus Mainburger Sicht kaum erklärbar. Gleich zu Beginn kassierte der kämpfende Marius May seine dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte – ein Einschnitt, der die ohnehin dünn besetzte Mannschaft zusätzlich schwächte. Bis zum 11:15 hielt man die Partie noch halbwegs offen, doch danach brach der TSV komplett ein. Umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, technische Fehler und unsaubere Abschlüsse häuften sich, während Altenerding konsequent weiter Druck machte.

Mainburg gelang bis zum Schlusspfiff kein einziger Treffer mehr. Die Körpersprache wurde zunehmend fatalistisch, der Widerstand ließ sichtbar nach. Wie schon mehrfach in dieser Saison ergab sich das Team in der Schlussphase zu früh seinem Schicksal und verlor letztlich sang- und klanglos mit 11:23. Damit bleibt der TSV weiterhin ohne Punktgewinn am Tabellenende.

Angesichts der aktuellen Situation wird deutlich: Ohne eine grundlegende Veränderung in Einstellung, Widerstandsfähigkeit und Abschlussverhalten wird der Kampf um den Klassenerhalt kaum zu gewinnen sein.